Freitag, 19. März 2010

COOP TEAM Review: TERMINATOR SALVATION

Ein viel zu kurzes, schlecht zusammengebasteltes Spiel zum Film, dass im COOP schon fast ein kleines bisschen Spaß macht. Danach aber schnell wieder zurück damit in die Videothek.



STORY: “Connor, wir haben ein Problem”. Es gibt warscheinlich niemanden, der nicht wenigstens einen Film der Terminatorreihe gesehen hat. Und weil es Gesetz ist, daß jeder Blockbuster ein beknacktes Franchise-Game braucht, hat die Gameschmiede GRIN (Ghost Recon) für die Halcyon Company (beide Bankrott) “Terminator Salvation” zusammengebastelt. Den Film haben die Spieleentwickler wohl nicht gesehen. Ihr Briefieng haben sie über Twitter erhalten: “Das böse Skynet hetzt den Menschen Terminators auf den Hals. Das findet Connor ganz doof und versucht immer irgendwelche Leute zu retten. Dann kommt der Abspann.” Mehr hat nicht in die Nachricht gepasst. Die Charaktäre sind flach und machen keinerlei Wandel durch. Abwechslung kommt nur durch die Buggy- und Bahnsequenzen, von denen aus man auf die Feindis schießt. So richtig endzeitlich wie im Film, kommt die Bedrohung der Terminatoren im Game einfach nicht rüber.

SPIELBARKEIT: Eigentlich ist das Gameplay komlett von Gears of Wars übernommen – sogar die “Y”-Taste, um Storyrelevante Dinge zu checken. Also ab hinter eine Deckung, von dort aus wird geballert. Zwei Waffen lassen sich gleichzeitig tragen, das Umschalten zwischen den zwei Granatenarten ist fitzelig über ein Menü. Verirren kann man sich in diesem Spiel weiß Gott nicht. Es gibt immer nur einen Weg, über den die Schauplätze durch ellenlange Ziehwege (wie beim Ski/Snowboardfahren) mit einander verbunden sind. Und einfach ist es: Niemals würde es einem der Todesroboter einfallen sich zu einem hinter die Deckung zu verirren. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, daß diese Blechhonks – mit der Intelligenz einer elektrischen Zahnbürste – eine echte Bedrohung für die Menschheit darstellen. Das klingt jetzt vielleicht langweilig, ist es auch, aber die Maschinen sind schon wieder so scheiße blöd, daß das Wegknallen (zu zweit!) schon fast wieder Spaß macht. Vor allem das Schießen mit der Schrotgun auf die fliegenden Hummelterminators – so ähnlich muss Tontaubenschießen sein!

COOP: Wer abends mit einem Bier alleine vor seiner Konsole hockt und “Terminator Salvation” spielt, muss warscheinlich ein bisschen weinen. So armselig ist das Spiel. ABER: Zu zweit im Splitscreen hat das Spiel durchaus seinen Charme. Die meisten der Terminators kann man nur durch Flanken abfackeln, daß heißt einer macht den Clown und der andere knallt von hinten drauf. Das macht schon Spaß. Es geht zügig voran und man kann sich zu zweit schön über die Dummheit der Roboter und die schlechten Zwischenzsenen aufregen.

FAZIT: “Terminator Salvation” ist ein typischer Fall von verkackter Gameumsetzung eines Blockbuster Films. Dazu ist es mit knapp vier Stunden Spielzeit unverschämt kurz. Da es aber so unglaublich einfach ist hat man beim COOP Spielen genug Zeit um Chips zu knabbern, über dumme Terminators zu lästern oder über die Ereignisse Woche zu quatschen. So wie bei einem schlechten Fußballspiel. Wenn ihr es euch aus der Videothek holt, schafft man es gut an einem Abend. Ob es der niedrige Schwierigkeitsgrad ist, bei dem man sich wie der Übergamer vorkommt, oder die Vorfreude auf das nächste Spiel: “Terminator Salvation” ist angenehm im Nachgeschmack. Das ist dann die zwei Euro Ausleihgebühr schon fast wert.

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BEWERTUNG

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Satisfaktion: ♥♥♥♥♥

Grafik: ♥♥♥♥♥

Story: ♥♥♥♥

COOP: ♥♥♥♥♥

PLUS: Mega einfach, schnelle Satisfaktion, Zeit zum Quatschen dabei
PLUS: Granaten und Panzerfäuste machen Bock
MINUS: Künstliche Intelligenz einer elektrischen Zahnbürste
MINUS: Erbärmliches Storytelling, nur vier Stunden Spielzeit

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